Rotarische Werte, Ornithologie und ein Fahrrad

Vom Nordkap zum Kap der Guten Hoffnung

Vor vielen Jahren nahmen meine Frau und ich ein Timeout und machten eine unvergessliche Fahrradreise nach Südspanien, die uns später bis auf die Kanaren führte. Es war ein einfaches, besinnliches Reisen durch wunderschöne Landschaften mit herzlichen Kontakt zur Bevölkerung. Noch heute bin ich davon überzeugt, dass eine Reise mit dem Fahrrad die schönste und interessanteste Art ist, um Land und Leute zu er-„fahren“. Im Hinblick auf meine bevorstehende Pensionierung träumte ich hie und da von einer solchen Reise, und erdachte mir manch verrückte Route auf unserem schönen Planeten. 

 

Schon seit meiner Kindheit bin ich ein begeisterter Ornithologe und bereiste schon manches Land, um unter anderem die Vogelwelt dieser Länder kennen zu lernen. Vögel zu beobachten hat aber für mich nicht das Ziel, eine möglichst lange Liste zu führen und in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Arten zu sehen - nein, ich möchte die Vögel in ihrem Lebensraum beobachten und bestimmen können. Vögel zu beobachten ist für mich eine Art der Meditation. Dazu gehört natürlich auch der Wunsch, die verschiedenen Vogelarten auf ihren europäischen und afrikanischen Zugwegen zu verfolgen und zu beobachten.

 

Last but not least soll diese Reise auch einen karitativen Zweck erfüllen. Als Mitglied des Rotary Clubs Zürich-Dietikon besuchte ich 2008 mit meiner betagten Mutter Südafrika. Wir besuchten zwei Schulen, die durch den Rotary Club Cape of Good Hope, mit finanzieller Unterstützung vom Rotary Club Zürich-Dietikon, gebaut wurden. Dank diesem Erlebnis wurde ich ein überzeugter Verfechter der Idee, dass Bildung und ein strukturierter Tagesablauf das Ende von Armut bedeuten kann, und suchte ein ähnliches Projekt, welches ich mit einem eigenen Sponsoring-Programm unterstützen kann. Ich fand solche Projekte beim Rotary Club Helderberg in Südafrika und im Schulprojekt "Kimilili" in Kenia.

 

Die Verknüpfung dieser drei Lieblingsbeschäftigungen führte natürlicherweise zum Projekt einer Fahrradreise vom Nordkap zum Kap der Guten Hoffnung im tiefsten Süden Afrikas. Die Durchquerung Europas und Afrikas mit einem möglichst kleinen CO2-Fussabdruck, verbunden mit Charity und Spass, soll mein Ziel nach der Pensionierung werden.

 

Da ich nur ungern ganz alleine reise, aber keinem weitern menschlichen Wesen diese Reise zumuten wollte, stand für mich fest, dass mein Hund Dimitri mit von der Partie sein soll.

Go, der Karrikaturist, hat meine Reise aus seiner Sichtweise gezeichnet.