Reisebericht

Deutschland Teil 1 - 30. April - 05. Mai 2016

Von   7`466  km  -   7`729 km     total  263 km.

Die Fähre von Romanshorn nach Friederichshafen hatte etwa 45 Minuten und es reichte gerade um an Bord entspannt ein Bier zu trinken. Die anschliessende Fahrt zu Gerti und Peter in Tettnang war dann ein schöner Einstieg ins neue Radlerleben. Lediglich ein kleiner Wehmutstropfen trübte das Vergnügen: es fing auf den letzten paar hundert Metern zu regnen an. Bevor es aber in Strömen goss, fand ich ihr schönes Heim.


Die in den folgenden Tagen kommenden Etappen durchs Allgäu waren dann schon etwas anstrengender  aber ich konnte jeden Tag eine kleine Verbesserung meiner Kondition feststellen. Langsam konnten Dimitri und ich auch die Anzahl gefahrener und gelaufener Kilometer steigern. Von mageren 27 km bis zu über 65 km bis wir dann über den Achenpass an den Achensee bei Pertisau kamen. Oberbayern ist ein sehr hügeliges Agrarland wo hauptsächlich Viehwirtschaft betrieben wird und dies schon zur Römerzeit, wie Funde aus Marktoberdorf bewiesen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass einem beliebten Tierarzt noch ein Denkmal gesetzt wird.


In fast jedem Dorfe haben die Einwohner Maibäume aufgestellt, die zum Teil wahre Kunstwerke waren.


Es war abwechslungsreich zu fahren aber oft auch sehr anstrengend. Kurz vor Kempten im Allgäu gab es gar einen kleinen Pass wo an schattigen Orten noch einige Schneeresten lagen. Manchmal gestaltete sich die Suche nach einer Unterkunft schwierig, da einige gute Pensionen und Gasthöfe keine Hunde aufnehmen wollten. Zum campieren, war es am Abend oft zu regnerisch und ich hatte keine Lust ein nasses Zelt zusammen räumen zu müssen. Von Bad Tölz aus folgt der Radweg der Isar entlang und führt durch die wunderschönen Isarauen einem herrlichen und interessanten Naturschutzgebiet.


Ausserhalb der Naturschutzgebiet sieht man immer wieder wunderschöne Bauerhöfe.  Diese Bauerhäuser sind, auch wenn modern, meistens noch aus Holz in der dem Land eigenen, traditionellen Bauweise erstellt.

Die Steigungen zum Achenpass sind moderat und eigentlich erst auf den letzten Teilstrecken im wahrsten Sinne atemberaubend und schon bald ist man an der Grenze zur Republik Österreich.