Reisebericht

Deutschland  3   2016         10.Mai - 15. Mai 2016

von    7821 km  -  8071 km        total 250 km

 

 

 

Nach Kufstein überquerte ich also zum dritten mal die Grenze zu Deutschland und da wir mehr oder weniger immer am linken Ufer vom Inn fuhren, blieben wir meistens in deutschen Gefilden. Entlang dem Inn verlief der Radweg meist auf einem Damm und somit war das ein einfaches, nicht anstrengendes radeln.

 

 

 


 

 

Der von Orchideen geschmückte Damm und die interessanten Entdeckungen betreffend der Schiffahrt auf Inn und Donau liessen den Tag schnell vergehen und bald waren wir in Schecken unserem Uebernachtungsort.

 


 

 

Am folgenden Tag (wieder mit Vivianne) kam eine sehr anstrengende Strecke. Angefangen hat es mit dem Erklimmen des Hügels mit dem Stift Attel und dem anschliessende auf und ab bis Wasserburg am Inn.

 


 

 

Hier schnitt sich der Fluss schluchtartig durch die Felsen, so dass der Radweg nicht mehr an dessen Ufer verlaufen konnte und stattdessen quer durch hügeliges Gelände führte. Unterwegs trafen wir noch diese Ringelnatter und am Abend bei der Ankunft auf dem einfachen Campingplatz bei Mühldorf zeigte uns die kleine Emma wo sich die Duschen befinden. Auch Dimitri genoss eine Ruhepause.

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag fuhr ich mit Vivianne weiter an Schlössern und Klostern vorbei nach Bad Füssing. Auf dem letzte Teilstück mussten wir heftige Regenfälle in Kauf nehmen und die Stimmung gelangte an einen Tiefpunkt.

 

 

 

 

 


Wo, auf welchem Camping sind die Motorisierten gelandet? Könnten die uns nicht einen näher gelegenen Platz aussuchen. Schlussendlich hat aber alles geklappt und wir trafen uns auf den Thermalcamping in Bad Füssing. Hier hatte dann Dimi und ich das Highlight des Uebernachtens in einem Zelt. Nach 2 Stunden Dauerregen, stand unser Zelt 10 cm im Wasser. Das Hundebett war vollgesogen mit Wasser und Dimitri sass schlotternd in seinem Bettchen – liegen konnte/wollte er nicht mehr. Nun durfte er über Nacht zum ersten Mal ins Innenzelt um neben mir zu schlafen. Ich habe für ihm sogar meine Daunenjacke geopfert und jeder der mich kennt, weiss was das heisst. Am nächsten Tag war Wasch- und Trocknungstag und die folgende Nacht verbrachten wir in einer Pension. Das nächste Teilstück war für Radfahrer noch ein hartes Stück - ging es doch auf waldigen Wanderpfaden an einer im Blätterwald versteckten Kirche und einer Burg vorbei dem Unterlauf des Inn entlang.

 

 


 

Kaum öffnete sich der Wald waren wir auch schon am Stadtrand von Passau. Bei dieser Stadt bekommen drei Flüsse ein gemeinsames Bett und fliessen zuerst dreifarbig als Donau weiter gegen Osten. Passau ist nicht nur der Ausgangsort vieler Flussschiffahrtsrouten sondern auch ein wichtiger Ausgangsort für viele Radfahrer,da Passau – Wien ein beliebter Abschnitt vom Donauradweg ist.

 

 


 

 

Nach wenigen Kilometern entlang der Donau war man am Alten Zollgebäude von Obernzell und bald darauf an der ersten grossen Schleusenanlage nach Passau.

 

 

 


 

Nur wenige Kilometer nach dieser Schleuse lässt die Donau, damit auch ich und Dimitri, Deutschland hinter sich und wir überqueren zum zweiten mal die Grenze zu Oesterreich.