Reisebericht

Italien              3.Oktober – 16.Oktober 2016

 

 von       12`965 km  -  13`618 km        total 653 km

 

 

Ankunft mit der Fähre Igumenitsa – Ancona am Abend des 3. Oktobers.

 

 

Die nächsten Tage verbrachte ich in Ancona und genoss die italienische Kultur auf einigen Spaziergängen durch die Stadt. Zudem war wieder einmal ein Waschtag angesagt was sich bequem in einem öffentlichen Waschsalon anstellen liess.

 

 

Nach drei Tagen radelte ich dann entlang der berühmten Italienischen Riviera in Richtung Norden. Wo sich im Sommer, an den kilometerlangen Stränden, tausende von Badegäste tummeln, sah man jetzt nur Hundefreunde mit ihren Vierbeinern und ein paar Wintegäste aus dem Norden.

 

 

An Senigallia, mit der auffälligen Burg Rocca Roveresca, radelte ich auf flachen Strassen nach Rimini und weiter nach Ravenna. Unterwegs ein Kreisel der die Begeisterung der Italiener für das Fahrrad zeigt, durch verregnete Gassen in Cesenatico, durch

 


 

einen Naturpark wo mir bewusst wurde, dass das Podelta nicht mehr weit ist. Leider absolvierte ich fast die ganze Fahrt in, für Radfahrer, nicht gerade bevorzugten Regenwetter.

 


 

In Classe, einige Kilometer vor Ravenna hatte ich genug und da nirgends eine Unterkunft zu finden war, schlug ich mein Zelt im Park von Classe auf. Von hier war es dann ein kurzes Stück nach Ravenna wo ich mein Frühstück in einem Restaurant, geschützt vor dem nächsten Regenguss, genoss. In Ravenna erfuhr ich auch weshalb ich gestern kein Zimmer finden konnte. Es fand gestern ein grosses Stadtfest statt mit Gästen aus halb Italien. Ein kleiner Rundgang, anschliessend an mein Frühstück, zeigt die ganze Schönheiten dieser Stadt.

 


 

Nach Ravenna war ich bald einmal am Südrand des Podeltas. Ich radelte durch die Salzlagune von Comacchio und war auch kurz darauf in diesem schönen und gepflegten Städtchen. Es erinnerte mich mit seinen vielen Kanälen an Venedig und die schön gelegene Pension „Al Ponticello“ lud geradewegs zu Verweilen ein.

 



 

Früh am nächsten Morgen ging ich zurück zur Lagune um mich noch etwas der Vogelwelt zu widmen. Der Besitzer der Pension ist ausgebildeter Naturführer für das Delta und gab mir einige gute Hinweise. Nach dieser Exkursion, machte ich mich auf den Weg nach der Stadt Ferrara. Eine geschäftige, geschichtsträchtige Stadt in der Poebene mit engen Gassen und weiten, repräsentativen Plätzen.

 


 

Von hier radelte ich immer mehr oder weniger entlang der wunderschöne Landschaft am Flusse Po und genoss die Fahrt durch dieses flache, intensiv landwirtschaftlich genutzte Gebiet. Hier versammelten sich grosse Gruppen von Kuhreihern und Mittelmeermöwen hinter den Traktoren die das Land bearbeiteten.

 

 

Vorbei an der etwas unscheinbaren Stadt Cremona und Casalpusterlengo radelte ich fast im Dauerregen nach Pavia. Diese Stadt lag schon am Flusse Ticino meinem eigentlichen Ziel da ich möglichst wenig Steigungen bis in die Schweiz anstrebte. Pavia präsentierte sich trotz Regenwetter in einer mystischen Stimmung.

 



 

Früh am Morgen Aufbruch aus dem Hotel in Pavia. Es regnete Bindfäden und das hielt an bis zum Interkontinentalflughafen Malpensa. Ich erwischte eigentlich in diesem verkehrsreichen Gebiet oft ruhige wenig befahrene Strecken. Nach der Uebernachtung in der Nähe des Flughafens setzte ich bei etwas ruhigerem Wetter meine Reise zum Lago Maggiore fort. Einen ersten Halt mit Mittagessen in Arona und dann immer der Uferstrasse entlang nach Stresa.

 

 

 



 

Am nächsten Morgen in Stresa wunderschönes Herbstwetter mit Schneespitzen auf den höheren Bergen. Die beiden Boromäischen Inseln Isola Bella und Isola Superiore präsentierten sich mit einer einmaligen Kulisse. An diesem Sonntag fand auch noch das Kastanienfest statt und alle Welt versammelte sich am See und genoss den herrlichen Sonnenschein und das gemütliche Fest.

 


 

Am nächsten Tag, das tolle Herbstwetter hat sich schon wieder verabschiedet, radelte ich nach einem letzten Blick auf die Isola Superiore weiter nach Norden. Immer schön der Uferstrasse entlang durch wilde Flussdeltas, geschäftige Städtchen wie Verbania und auch beschauliche Orte wie Cannero. Bald schon kam die Grenze und ein weiteres Land war „geschafft“. Nach 13 618 km war ich wieder in der Schweiz.