Reisebericht

Kroatien   20.Juni - 21.Juni 2016 und 23.Juni - 25.Juni 2016

von 9`375 km - 9`476 km total 101 km   und   9`509 km - 9`632 km total 123 km    224km

 

 

 

Ich wusste bei der „Planung“ der Reise gar nicht, dass die Donau noch in Kroatien fliesst. So kam es, dass ich nicht direkt zurück an die Donau fuhr, sondern entlang dem Grenzfluss Drau. Wie schon in Ungarn gesagt, radelte ich hier durch einen schwer bewachten Grenzübergang.

 


 

Ueber weite Felder und durch schmucke Dörfer kam ich nach dem schon erwähnten Abstecher nach Ungarn in der grösseren Stadt Ossijek an. Eine hübsche Universitätsstadt an der Drau die hier nicht mehr Grenzfluss ist sondern durch diesen noröstlichen Zipfel Kroatiens fliesst.

 

 

 

 



 

Von Ossijek radelte ich durch eine weite Schwemmebene in Richtung Vukovar. Ein einfaches unterfangen, wenn nur dieser ver... Gegenwind nicht wäre. Es dauerte und dauerte aber schlussendlich fanden wir einen schönen Platz bei einem Hotel mitten im Walde. Vukovar war ja in aller Munde während dem jugoslavischen Krieg und es ist wirklich deprimierend wie sich hier ehemalige Landsleute einfach abschlachteten und alles zerstörten. Mahnmale stehen heute noch. Zuerst sieht man nur die neu aufgebauten Teile von Vukovar und die Donau fliesst ruhig und träge wie zuvor. Plötzlich steht man jedoch in Gassen wo noch einige zerschossene Häuserfronten zu sehen sind und wenn man Vukovar verlässt sieht man das grosse Mahnmal des ehemaligen Wasserturmes.


 

Alles Dinge, die mir beim Weiterfahren entlang der Donau immer wieder durch den Kopf gingen. Dabei radelte ich ja direkt gegen den ehemaligen Feind von Kroatien. Vorerst aber noch etwas erfreuliches. Nach dem vielen auf und ab der Strasse entlang der Donau – ich meine hier mindestens 1 km davon entfernt und zwischendurch mal ein Kurzbesuch an der Donau ohne aber wirklich am Wasser zu sein. Zum Beispiel bei Dorf Mohovo. Kurz vor der Serbischen Grenze in Ilok wollte ich noch den Fussballmatch Schweiz gegen Frankreich an der EM sehen und so machten wir bei einem Hotel an der Donau einen Mittagshalt. Hier traf ich einen netten Iraner, der mit seinem Rönrad nach Theheran möchte. Sachen gibts!


 

Vom Hotel aus, radelte ich dann in Richtung Serbien und hatte dabei noch einen schönen Blick auf den Hügel von Ilok. Noch einige Steigungen rauf und runter und schon kam ich ausgepumpt zur Serbischen Grenze.