Reiseberichte

Lettland         28. Juli - 06. August 2015

von    3 366 km  -  3 809 km               total     443 km

Ich war nun also in Lettland und fuhr immer noch dem Strand der Rigaerbucht entlang. Mal waren es breite Schilfgürtel, dann wieder Sanddünen mit Kiefernwälder und langen vorgelagerten Sandstränden.

Vorbei am ehemaligen Wohnort des legendären Barones von Münchhausen, ...


... an gepflegten und etwas mystischen Häuschen und ordentlichen Herrschafthäusern mit lauschigen Parkanlagen kam ich in die Vororte von Riga.


An diesen eigentlichen Ferienorte nördlich von Riga suchte ich vergeblich nach einem Campingplatz oder einem Hotel. Eine Nachfrage auf der Touristeninformation ergab die entäuschende Antwort, dass in ca 15 km Entfernung wieder ein Campingplatz sei. Nun war es aber schon spät und sehr regnerisch. Ich fragte daher eine Passantin nach einer Uebernachtungsmöglichkeit und sie meinte, dass ich in Ihrem Hause übernachten könne.  Es war dies ein Glücksfall, da es sich um eine ehemalige Journalistin handelte, die unheimlich viel über die Geschichte Lettlands wusste. Wir hatten, nach einem Spatziergang am Strand mit einem sich austobenden Dimitri und einem schönen Sonnenuntergang, lange Gespräche über die Besatzung und der aus ihrer Sicht noch nicht ganz abgeschlossenen "Befreiung".


Am nächsten Tag fuhr ich dann gemächlich nach Riga und quartierte mich dort auf dem City Camping ein. Der Camping lag direkt am Hafen wo auf der gegenüber liegenden Seite die Fährschiffe anlegen.


Ich hatte geplant, am nächsten Tag Riga zu besichtigen und über Mittag den Rotary Club zu besuchen. Früh am Morgen ging ich zu Fuss in die Stadt und genoss Natur und Architektur. Leider fiel der Clubbesuch infolge Ferien des Clubs erneut aus und ich begnügte mich daher mit einem feinen Mittagessen in der Altstadt. Mit den nächsten paar Bildern möchte ich meine Eindrücke von dieser Stadt wiedergeben. Durchs alte Villenquartier mit seinen Holzvillas welche zum Teil renoviert werden oder anderen, modernen Bauten Platz machen müssen, gings über die moderne Hängebrücke und dann entlang dem alten Flusslauf der Düna (Daugava) in die Innenstadt.


Ich hatte geplant, am nächsten Tag Riga zu besichtigen und über Mittag den Rotary Club zu besuchen. Früh am Morgen ging ich zu Fuss in die Stadt und genoss Natur und Architektur. Leider fiel der Clubbesuch infolge Ferien des Clubs erneut aus und ich begnügte mich daher mit einem feinen Mittagessen in der Altstadt. Mit den nächsten paar Bildern möchte ich meine Eindrücke von dieser Stadt wiedergeben. Durchs alte Villenquartier mit seinen Holzvillas welche zum Teil renoviert werden oder anderen, modernen Bauten Platz machen müssen, gings über die moderne Hängebrücke und dann entlang dem alten Flusslauf der Düna (Daugava) in die Innenstadt.


Kleine Details und Strassenmusikanten bereichern das Bild und südlich der Daugava findet man ein eher futuristisches Stadtbild.


Nach einer wolkenlosen Vollmondnacht und nach einem letzten Blick auf die Hafenkräne (vgl. Kunst in Zürich) hiss es wieder Abschied nehmen von einer wunderschönen Stadt. Zuerst  fuhr ich entlang der milden, mit Kiefern gesäumte Rigaerbucht und den  dahinterliegenden Ferien- und Sommerhäusern. Danach gings durch Kiefernwälder und landwirtschaftlich genutzen Zonen mit hübsche Städtchen mit typischen Holzhäusern quer durch den südwestlichen Teil von Lettland nach Liepaja.  Im Gegensatz zu Estland hat es hier,  trotz reicher Landwirtschaft, nur wenige und weniger pompöse Herrenhäuser. Die Landarbeiter und Bauern haben während der Zeit der Besatzung mehrheitlich in den, dem Landleben angepassten, Plattenbauten gewohnt und erst nach der Wende wurden die Gutshäuser in Hotels, zum Teil mit Campingplätzen, und in Museen umgebaut.


Liepaja ist eine moderne Stadt an der wunderschönen Sand- und Bernsteinküste der Ostsee gelegen. Moderne und ältere Architektur findet man hier in einer besonders gelungenen Kombination. Da ich seit Riga auch besonderes Wetterglück hatte, war jetzt auch der breite Sandstrand propevoll und die einheimische Bevölkerung strömte nach der Arbeit in Scharen aus der Stadt an den Strand.


Nach Liepaja ging's auf flachen und gut ausgebauten Fahrradwegen auf den hauptsächlich mit Kiefern bewachsenen, von Sanddünen gesäumten, breiten und unendlich langen Sandstränden weiter. Und plötzlich steht man an der Grenze zu Litauen.