Reisebericht

Rumänien       06.Juli – 11.Aug.2016

 

von  10`156 km – 11`369 km      total 1213 km

 

 

Nach der kurzen Episode in Bulgarien erreichten wir also über die grosse, neue Brücke Rumänien.

 

 

 


 

Das Städtchen Calafat hinterliess einen freundlichen Eindruck und die Bewohner grüssten freundlich. Der Gang zum Bankomaten war ja schon Routine und anschliessend wurde noch einige Esswaren eingekauft. Wie schon bei Serbien erwähnt, ist man hier oft weit weg von der Donau und man fährt einfach auf der normalen Landstrasse durch kleinere und grössere Dörfer bei denen die Kirche das oft dominanteste Gebäude ist.

 


 

Die grösste Schwierigkeit war einen Platz zum Uebernachten zu finden. Die Rumänen sind ja ein freundliches Volk und so landeten wir halt mit dem Camper bei einer Familie die ihr frisch gekauftes Gebäude renovieren möchte. Man lebt noch sehr bescheiden mit der „Toilette“, sprich Plumsklo, draussen im Garten und ohne fliessend Wasser.

 

 

 


 

Der grösste Teil der Strecke auf de rumänischen Seite ist flach und fast ohne Hügel. Das Land wird oft extensiv genutzt und nur selten trifft man auf etwas intensivere Landwirtschaft.

 


 

Uebernachtet haben wir in Hotels oder wenn diese voll waren auch an einem feinen Oertchen draussen in der Natur oder im Garten eines Spezereiladens..


 

Pausen fanden hier praktisch immer beim Dorfladen statt wo man Getränke einkaufte und sich dann draussen hinsetzte um das gekaufte zu trinken. Meist sassen da dann schon einige Männer und die waren natürlich wissbegierig. Woher, wohin und warum waren so die Standartfragen,Dann vertiefte man sich ins Kartenmaterial oder gab einfach sonst seinen Senf dazu.


 

Entlang unserer Route sah man immer wieder breite, naturbelassene Flüsse die dann in die onau mündeten. Sandige Wände mit Kolonien von Bienenfressern und Blauracken wechselten wieder mit intensiveren Feldern ab. Es wurde mir nie langweilig auf dieser Fahrt und man konnte immer wieder neues entdecken.

 


 

Im Städtchen Giurgiu besuchte ich meinen ersten rumänischen Rotaryclub. Da wir auf der Weiterfahrt an ihrem „Hands-on“ Projekt vorbei kamen , haben wir dies natürlich auch noch ausgiebig besichtigt. Solche Brunnen scheinen wirklich einem Bedürfnis zu entsprechen, fuhren doch praktisch im Minutentakt Autos vor, und die Leute füllten ihre mitgebrachten Wasserflaschen.

 


 

Auf unserer Weiterfahrt kamen wir dann nach Calarasi von wo wir mit einer Fähre ans Bulgarische Ufer übersetzten. Wir blieben aber auf der rumänischen Seite der Grenze da ab hier die Grenze nicht mehr dem Lauf der Donau folgte. Diese biegt auch kurz darauf in nördliche Richtung ab um dann in Nordostrumänien ins Schwarze Meer zu fliessen. Wir fuhren aber weiter in östliche Richtung direkt auf Constanta zu.

 


 

Unterwegs kamen wir am berühmten Kloster Dervent vorbei (man kann hier auch übernachten). Eine sehr schöne, ruhige Anlage die einen kurzen Halt wert war.

 

 

 

 

Die letzten drei Tage waren wir flott unterwegs und überholten auch so manches in Rumänien noch häufig gebrauchte „Fahrzeuge“. Dann noch über den Kanal von der Donau zum Hafen von Constanta, vorbei an einer alten Holzkirche die dem Zerfall überlassen wurde da sie im neuen Autobahndreieck steht und schon sind wir am Schwarzen Meer. Geschafft!

 


 

In Constanta trafen wir wieder mit Astrid zusammen welche in der Zwischenzeit Barbara in Bukarest abgeholt hatte. Leider blieben uns nur 2 Tage dann fuhren die beiden mit dem WoMo zurück in die Schweiz.

 

 

Drei Tage später fuhr ich mit Frank nach Norden zum Donaudelta. Die Gegend zeichnet sich durch weite flache Hügelzüge aus, farbige aber schlichte Dörfer, auffallende Kirchen und weitere Schönheiten am Wegesrand.

 


 

Und dann das berühmte Delta. Nachdem sich die Donau so um ein paar im Norden von Rumänien liegenden Hügel herumgewunden hat, trafen wir in Murigiol wieder auf sie. Sie versteckt sich zwar in einem riesigen Schilfdschungel. die alten Fischerleute wissen aber wie man sie bezwingt. Die Wohnhäuser haben sich auch etwas gewandelt, sind immer noch schlicht und die Baumaterialien sind aus dem Delta.

 


 

So ein paar Impressionen aus dem Delta, welches vor allem für Ornithologen interessant ist, möchte ich aber doch noch zeigen.

 


 

Was wäre eine Fahrt der Donau entlang ohne an der richtigen und wahrhaften Mündung gewesen zu sein. Also nahmen wir die dreistündige Fährfahrt auf uns und verluden Gepäck und Fahrrad in Mahmudia auf die Fähre. Alles ein wenig kompliziert aber zum Ende kamen wir gut in Sfantu Gheorghe an und waren somit noch ein kurzer Fussmarsch von der Mündung entfernt.

 


 

Es war interessant die Tierwelt dieser sandigen und trotzdem wasserreichen Gegend zu beobachten.

 

 

 


 

Nach drei Tagen an diesem wunderschönen und etwas einsamen Ort fuhren wir mit der Fähre wieder zurück und radelten dann auf einer etwas direkteren Route über Babadag und dem Strand von Corbu zurück nach Constanta.

 

 

Hier trennten sich dann unsere Wege. Frank wurde von seinem Vater abgeholt und ich radelte der Küste entlang Richtung Süden. Vorher besuchte ich aber noch den RC Yachting Constanta. Entlang von schönen Stränden und durch etwas ruhigeren Badeorte als das lärmige Mamaia stand ich nach drei Tagen schon an der Bulgarischen Grenze und das erlebnisreiche Rumänien war Vergangenheit.